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Die Welt der Mode

Zwei Absolventinnen des BK Mode und Design der BNSII im Interview

Bruchsal (von KraichgauTV | 15. Juni 2018) New York, London, Paris, Mailand ... Bruchsal? Einer dieser Orte scheint nicht so ganz in die Liste der Mode-Metropolen zu passen, doch auch in Bruchsal kann große Mode ihren Ursprung nehmen. Das beweisen Jaqueline Stolz und Sophia Roß, beide Absolventinnen des Berufskolleg für Mode und Design Bruchsal an der Balthasar-Neumann-Schule 2.

Im Interview mit "Trendsetter" Ulrich Konrad berichten sie über ihre Schulzeit und ihre berufliche Laufbahn nach dem Abschluss. Obwohl die Modebranche ein hartes Pflaster ist, bietet sie auch große Chancen, die die beiden gerne ergreifen möchten, um den Sprung in die Modewelt zu schaffen. Ob Festanstellung bei einem namhaften Modelabel oder der Schritt in die Selbstständigkeit: die Möglichkeiten, die den beiden offen stehen, sind vielfältig.

Den Höhepunkt der Ausbildung am Berufskolleg für Mode und Design an der Balthasar-Neumann-Schule 2 in Bruchsal markiert eine große Modenschau, welche die Abschlussklasse in Eigenregie auf die Beine stellt. Bei dieser Modenschau wird präsentiert, was die Schüler mit viel Arbeit, Fleiß und Hingabe in den vergangenen Jahren geschaffen haben.

Die diesjährige Modenschau trägt den Titel "Tribute to Art" und findet am 6. und 7. Juli 2018 im Bürgerzentrum Bruchsal statt. Für Jaqueline und Sophia ist diese Veranstaltung Pflicht, obwohl sie schon vor einigen Jahren das Berufskolleg absolviert haben. Der Blick auf den Laufsteg lohnt sich aber nicht nur für für Modeexperten – auch „Otto-Normal-Verbraucher“ wie unser Moderator Ulrich Konrad sind herzlich dazu eingeladen, sich von den Jungdesignern inspirieren zu lassen und das stimmungsvolle Ambiente im Bürgerzentrum zu genießen. 

 

 

 

Der Wanderer - Sandelholz

Bruchsal (von Team ZukunftBeruf | 11. Aug 2017). Wie riecht Mode? Spritzig sauer oder doch eher blumig leicht? Freundlich fröhlich oder traurig? Die Abschlussklasse des Dreijährigen Berufskollegs für Mode und Design an der Balthasar-Neumann-Schule 2 spürte in ihrer Abschlussmodenschau diesen Fragen nach und lockte die Zuschauer auf eine Reise durch die Welt der Düfte.

‚Die Unsterbliche – Honig‘, ‚Die Unschuldige – Orangenblüte‘, ‚Die Bissige – Bergamotte‘ oder ‚Der Fürst der Ruhe – Lavendel‘ waren die duftenden Namen für die Kreationen der Schülerinnen. In der Modenschau können sie ihre zum Outfit gewordenen Assoziationen unter professionellen Bedingungen präsentieren.

Die dreijährige Ausbildung hat zum Ziel, die schöpferischen Fähigkeiten unter Berücksichtigung ihrer Umsetzbarkeit in Industrie und Handwerk zur Entfaltung zu bringen. Sie soll die Absolventen auch befähigen, den rasch wechselnden Ansprüchen der Modebranche gerecht zu werden.

 

 

 

Vom Papier auf den Körper


SITZT ALLES? Die technische Oberlehrerin Gabriele Stäbler (links) überprüft das Kleid von Sylvia Herrmann.


UNIKATE sind die Stücke, die die angehenden Designer der Modeschule Bruchsal entworfen, zugeschnitten und genäht haben. Denny Wedel ist einer der wenigen Schüler in diesem Ausbildungs-bereich.     (Fotos: Alàbiso)

Modeschüler lernen am Bruchsaler GBZ

Bruchsal (Nicolle Jannarelli). Die Bügelstationen dampfen, die Nähmaschinen rattern und im Stofflager herrscht ein reges Kommen und Gehen. Die Schülerinnen und (einzelnen) Schüler der Modeschule Bruchsal sind mächtig eingespannt. Schließlich bereiten sie gerade ihre Kreationen für ihre Modenschau im Sommer vor. Im Bürgerzentrum in Bruchsal werden sie dann ihre Stücke vorführen. Designer, Schneider, Model – jeder Schüler übernimmt diese Aufgaben für sich in Personalunion.

Angegliedert ist die Vollzeitausbildung an die Balthasar-Neumann-Schule 2 des Gewerblichen Bildungszentrums (GBZ) in Bruchsal. 50 Auszubildende in drei Jahrgängen wollen zu staatlich geprüften Designern werden. Eine aussagekräftige Bewerbungsmappe inklusive Zeichnungen sowie eine Prüfung galt es vor der Aufnahme an der Schule zu schaffen. „Die Jugendlichen brauchen mindestens einen Realschulabschluss“, berichtet Angelika Schwab, Lehrerin für Modezeichnen, Illustration und Gestaltung sowie Koordinatorin der Modenschau.

Vor allem am Anfang sei es für die Schüler eine Herausforderung, einen Entwurf dann auch in einen Schnitt umzusetzen. Also, die Idee vom Papier auf den Körper zu bringen, berichtet die Lehrerin. Daher sei beim Zeichnen gerade die räumliche Wahrnehmung gefordert. Überhaupt sei die Ausbildung anspruchsvoll. „Wir wollen die Schüler auf die Realität in den Betrieben vorbereiten und ihnen zeigen, dass der Entwurf nicht alles ist, sondern noch viele Schritte folgen“, sagt Schwab.

Neben der Arbeit für die alljährliche Modenschau, an der alle Klassen beteiligt sind, gibt es noch weitere Facharbeiten und Projekte, die im Laufe eines Schuljahres erledigt sein wollen. Einige Schüler machen nebenbei noch die Fachhochschulreife. „Die Ausbildung ist wirklich sehr zeitaufwendig und intensiv“, berichten auch Sue Melzer und Jessica Lieder. Die beiden sind in der Abschlussklasse und berichten, dass sie zu Beginn eine ganz andere Vorstellung gehabt haben. „Man nimmt sich oft Arbeit nach Hause“, sagt Jessica. Aber sie ist sich mit Sue einig: „Wenn man dann das Oberteil mal näht, das man entworfen hat, wenn man sieht, was man geschaffen hat, fühlt sich das richtig gut an.“ Architektur – das ist das Oberthema der Modenschau in diesem Jahr. Die Schüler im dritten Ausbildungsjahr haben Schwerpunkte gesetzt – Tipi, Golden Gate Bridge, Burg Eltz und Bird’s Nest (das Pekinger Olympiastadion) grenzen ihre Arbeiten ein. Dazu kommen noch Rahmenbedingungen, die etwa die Silhouette oder das Farbkonzept vorgeben. Anhand einer Materialstückliste müssen sie festlegen, was sie für das Kleidungsstück brauchen.

Später einmal können die jungen staatlich geprüften Designer in der Industrie arbeiten. „In der Regel haben sie nach den drei Jahren bei uns, einen Schwerpunkt gefunden. Sie arbeiten dann im Entwurf, Schnitt oder Einkauf“, berichtet Angelika Schwab. Dafür müsse man häufig auch bereit sein, ins Ausland zu gehen. Andere entscheiden sich für ein Studium.